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Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)



Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), auch Myatrophe Lateralsklerose genannt, ist eine seltene, aber sehr schwerwiegende Erkrankung. Bekannte Personen wie der Maler Jörg Immendorff und der Astrophysiker Steven Hawking waren von der Krankheit betroffen.

Am häufigsten tritt ALS bei Menschen zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr auf, sie kann aber auch schon 20-Jährige treffen. Insgesamt leiden in Deutschland rund 6.000 Menschen an ALS, Männer etwas häufiger als Frauen.

Ursachen der Amyotrophen Lateralsklerose

Wodurch die Krankheit ausgelöst wird, ist bis heute nicht bekannt. Bei der Suche nach der Ursache stieß man bisher lediglich auf bestimmte Eiweißmoleküle, die sich in den betroffenen Nervenzellen anreichern und teils auch bei anderen neurodegenerativen Erkrankungen (Krankheiten, die die Nerven schädigen) gefunden wurden. Der Mechanismus der Krankheitsentstehung ist also bisher noch völlig unklar.

Hier lesen Sie mehr über die möglichen Ursachen der ALS.

Die verschiedenen Stadien und deren Symptome

Die Amyotrophe Lateralsklerose ist eine Erkrankung des motorischen Nervensystems. Langfristig führt sie zu einer Störung der Muskulatur. Sie beginnt oft an einer Muskeleinheit am Körper –  beispielsweise der Hand. Später breiten sich die Störungen auf benachbarte Muskelgruppen aus. Wann Symptome auftreten und wie schnell sie voranschreiten, ist nicht abschätzbar. Besonders problematisch sind Komplikationen im Krankheitsverlauf, wie beispielsweise eine Lungenentzündung, die durch Schluckstörungen und die damit einhergehende Beeinträchtigung der Atmung gefördert wird.

Mehr über die Symptome bei ALS erfahren Sie hier.
Hier lesen Sie mehr über den Verlauf und die verschiedenen Stadien bei ALS.

Schwierige Diagnose bei ALS

Um ALS festzustellen ist zuerst eine ausführliche Differenzialdiagnostik nötig. Denn es gibt eine Reihe von anderen Nervenerkrankungen, die mit ähnlichen Symptomen einhergehen. Verstärkt sich der Verdacht, dass Amyotrophe Lateralsklerose vorliegt, schaffen Zusatzuntersuchungen wie die Elektromyografie Klarheit.

Lesen Sie mehr: So wird die Diagnose ALS gestellt.

Therapie und Pflege bei ALS

Weil der Entstehungsmechanismus der Krankheit unbekannt ist, gestaltet sich die Therapie schwierig. Derzeit gibt es nur ein einziges Medikament, das gegen Amyotrophe Lateralsklerose zugelassen ist. Letztendlich beschränkt sich die ALS-Therapie vor allem auf die Behandlung der Symptome. Ein wichtiger Aspekt bei fortschreitender Krankheit ist auch die Pflege des Patienten und seine Versorgung mit Hilfsmitteln. Die Prognose bei ALS ist ungünstig, doch es gibt eine Reihe von Betroffenen, bei denen die Erkrankung milde und langsam fortschreitet.

Erfahren Sie mehr über die Therapie bei ALS.
Mehr zur richtigen Pflege von Betroffenen lesen Sie hier.
Welche Hilfsmittel Betroffene mit ALS unterstützen können, lesen Sie hier.
Autoren und Quellen
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