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Eiterflechte (Impetigo contagiosa)



Von der Impetigo contagiosa – auch Grindflechte, Eiterflechte oder Borkenflechte genannt – sind vor allem Kinder und Neugeborene betroffen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einer kleinblasigen Variante, die überwiegend von Streptokokken verursacht wird, und einer großblasigen Form, deren Ursache meist Staphylokokken sind.

Bei der kleinblasigen Eiterflechte findet man kurzlebige, dünnwandige Bläschen und nässende Herde mit Pusteln und gelblichen Eiterkrusten. Die großblasige Form der Eiterflechte zeigt sich mit stabileren zentimetergroßen Blasen, die nach dem Platzen Schuppenkrusten bilden.

Eiterflechte ist hoch ansteckend

Charakteristisches Bild einer Eiterflechte auf einem Unterarm.
© CreativeCommon/Evanherk
Bei der Eiterflechte bilden sich Blasen auf der Haut, die später platzen und verkrusten.
Die Impetigo contagiosa ist hoch ansteckend und verbreitet sich über Schmierinfektion schnell auf weitere Hautareale – oder innerhalb einer Familie oder Gemeinschaftseinrichtung. Der Inhalt der Bläschen und die dadurch hervorgerufenen nässenden Hautstellen enthalten massenhaft die verursachenden Erreger. Die Keime dringen aggressiv über kleinste Verletzungen in die Haut ein. Kinder mit vorgeschädigter Haut – beispielsweise bei Neurodermitis – sind für Eiterflechte besonders gefährdet.

Vorbeugung und Behandlung der Eiterflechte: sorgfältige Hygiene

Solange die betroffenen Hautstellen nicht abgeheilt sind, dürfen Patienten daher auch keine Gemeinschaftseinrichtungen besuchen. Zur Vorbeugung und Behandlung der Impetigo contagiosa dient vor allem sorgfältige Hygiene:
  • häufiges Händewaschen
  • Abdecken der betroffenen Hautareale, wo es möglich ist
  • Unterdrücken des Kratzens
  • kurz geschnittene Fingernägel
  • häufiges heißes Waschen von Handtüchern und Wäsche
Werden diese Regeln beachtet, kommt es häufig zu einer spontanen Heilung. Ansonsten kann die Haut örtlich mit antibiotikahaltigen Salben oder desinfizierenden Lösungen, Bädern und Umschlägen im Heilungsprozess unterstützt werden. In schwereren Fällen wird der Arzt ein Antibiotikum verschreiben, das eingenommen werden muss.
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