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Fettstoffwechselstörungen (Hyperlipoproteinämie): Vegetarismus und Cholesterin



Noch immer gibt es hitzige Diskussionen über Vor- und Nachteile einer vegetarischen Ernährung. Da sind die demonstrativen Fleisch- und Fastfood-Konsumenten auf der einen und die Vegetarier auf der anderen Seite. Wer hat Recht? Bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass die Wahrheit in der Mitte liegt.

Tierische Lebensmittel enthalten vorwiegend gesättigte Fettsäuren, aus denen auch das Cholesterin zusammengesetzt ist. Gesättigte Fettsäuren werden – anders als die ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren – nicht so gut von unseren Leberzellen aufgenommen, da sie bereits „gesättigt“ sind und deshalb nicht mehr für weitere Reaktionsmechanismen im Körper zur Verfügung stehen. Gesättigte Fettsäuren erhöhen den LDL-Cholesteringehalt des Blutes und fördern so die Entstehung der arteriosklerotischen Plaques. Überschüssige gesättigte Fettsäuren lagern sich im Fettgewebe ab.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die in Pflanzenölen, Nüssen und Samen reichlich enthalten sind, verschwinden dagegen schneller aus dem Blut, werden in der Leber verstoffwechselt und senken den LDL-Cholesterinanteil.

Fisch schützt die Gefäße

Gelegentlich Fleisch, Butter oder Käse in maßvollen Mengen zu essen, schadet jedoch nicht. Eisen und manche Eiweiße sind in Fleisch und tierischen Produkten reichlicher enthalten als in pflanzlichen.

Gerade Kinder und Jugendliche brauchen für ihr Wachstum größere Mengen an Proteinen, Eisen und Kalzium. Diese sind leichter über eine gemischte Kost als eine rein vegetarische oder gar vegane Kost zu decken. Und wer als strikter Vegetarier auch keinen Fisch isst, enthält sich die cholesterinsenkenden und gefäßschützenden Omega-3-Fettsäuren vor. Fisch enthält viele Omega-Fettsäuren. Ernährungsexperten sind sich deshalb einig: Mindestens einmal in der Woche sollte Fisch auf dem Speiseplan stehen.

Vegetarier nehmen andererseits meistens mehr Ballaststoffe, Vitamine und Spurenelemente zu sich als Fleischesser. Denn diese sind in Hülsenfrüchten und Gemüse in großen Mengen vorhanden.
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