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Nach dem Herzinfarkt: Die Reha-Klinik



Nach einem Herzinfarkt schließt sich an den Klinikaufenthalt meist eine Anschlussheilbehandlung (AHB) an. Diese Rehabilitationsphase dauert in der Regel drei Wochen und ist in einer Kur-Klinik oder ambulant möglich.

Eine Anschlussheilbehandlung verfolgt verschiedene Ziele: Sie unterstützt den Patienten, das einschneidende Ereignis Herzinfarkt zu verarbeiten, sein Leben zu überdenken und neu zu organisieren sowie mit den möglichen Einschränkungen als Folge des Herzinfarktes zurechtzukommen.

Erfahrene Therapeuten arbeiten mit dem Betroffenen ein individuelles Behandlungsprofil aus und leiten ihn an, seine Risikofaktoren selbst zu reduzieren. Dazu gehören Kurse zu gesunder Ernährung, Angebote zur Raucherentwöhnung, das Erlernen von Entspannungstechniken zum besseren Stressmanagement sowie gezieltes und angepasstes Bewegungstraining. Die medikamentöse Einstellung wird den veränderten Bedingungen möglichst optimal angepasst. Die Reha-Phase dient außerdem dazu, den Wiedereinstieg ins Berufsleben vorzubereiten beziehungsweise notwendige berufliche Veränderungen anzubahnen.

Hilfe zur Selbsthilfe: Die Herzgruppen

Allein fällt es oft schwer, die Kraft für einen neuen Lebensstil aufzubringen, den beispielsweise die Familie nicht unterstützt. In solch einer Situation bieten Herzgruppen eine wertvolle Hilfe: Hier treffen sich regelmäßig Menschen nach überstandenem Infarkt oder mit anderen Herzkrankheiten zum gemeinsamen Sport, aber auch zum Austausch über ihre Lebensgewohnheiten und zur gegenseitigen Unterstützung und Motivation.

Die Herzgruppen werden ärztlich betreut, sodass jeder Teilnehmer sein individuelles Belastungsprofil kennenlernt und angepasst an seine Fähigkeiten üben kann. In der Herzgruppe können Sie auch Stressbewältigung erlernen und gemeinsam entspannen.
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