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Kammertachykardie: KHK, Herzinfarkt und Herzfehler sind Hauptursachen



Ein von den Kammern ausgehendes Herzrasen bezeichnet man als Kammertachykardie. Sie ist fast immer die Folge einer Herzerkrankung. Geht etwa bei der koronaren Herzkrankheit Herzmuskelgewebe wegen Sauerstoffmangels zugrunde, finden sich oft am Übergang zwischen Narbengewebe und gesunder Muskulatur Ursprungsorte einer separaten Kammererregung.

Starkes Herzklopfen ernst nehmen

Welche Symptome eine Kammertachykardie verursacht, hängt von der Schlagfrequenz und der Auswurfmenge des linken Ventrikels ab. So können
  • starke Herzschläge (Palpitationen)
  • Schwindel und
  • Synkopen (Ohnmachtsanfälle)
bei Kammertachykardien auftreten. Schlägt das Herz viel zu schnell und sinkt die geförderte Blutmenge drastisch ab, drohen kardiogener Schock und plötzlicher Herztod.

Kammerflattern und Kammerflimmern

Zu den lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen zählen das Kammerflattern und -flimmern. Während beim Kammerflattern noch ein Rhythmus mit einer Frequenz über 250 Schläge pro Minute zu erkennen ist, wird das Kammerflimmern auch als „chaotische“ Herzerregung bezeichnet, weil keine regulären Impulse mehr unterschieden werden können.

Schnelle Hilfe durch Defibrillation

Patienten mit Kammerflattern oder -flimmern verlieren rasch das Bewusstsein und sterben, wenn das Herz nicht durch elektrische Stromstöße von außen, eine Defibrillation, wieder in den normalen Rhythmus zurückgeführt wird. Diese schwere Herzrhythmusstörung findet sich meist bei Menschen mit schweren Herzerkrankungen wie koronarer Herzkrankheit, Herzinfarkt oder Herzfehlern.
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