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KHK-Therapie: Bypass-Operation auch im Alter sinnvoll



Eine Bypass-Operation ist sinnvoll, wenn bei einer koronaren Herzkrankheit (KHK) mehrere Gefäße verschlossen sind oder die Engstelle mit dem Katheter schlecht erreichbar ist.

Dazu wird ein körpereigenes Gefäß – entweder eine Beinvene oder eine Brustarterie – so in das Herzkranzgeflecht verpflanzt, dass der Blutfluss um die Engstellen herum geleitet wird. Keine Angst: Die als Gefäßersatz verwendete Beinvene beziehungsweise Brustarterie ist an ihrem angestammten Platz entbehrlich, ihre Funktion wird sofort von anderen Gefäßen übernommen. Für das Herz ist der Eingriff dagegen funktionserhaltend – und dadurch eine oft lebensrettende Maßnahme.

Vorbeugende Bypass-Operation bei ausgeprägter Angina pectoris

Die Bypass-Operation erfordert eine Vollnarkose und wird deshalb erst angewendet, wenn eine schonende Ballondilatation keinen Erfolg verspricht. Bei schwerkranken Patienten muss der Arzt Nutzen und Risiken der Operation sorgfältig abwägen.

Es gibt aber für die Bypass-Operation keine Altersgrenze. Wie britische Wissenschaftler berichten, profitieren auch über 80-Jährige. In diesem Alter ist es sinnvoll, nicht zu warten, bis ein Herzinfarkt eintritt und dann eine Notoperation durchzuführen. Die Erfolgschancen sind besser, wenn bei ausgeprägten Angina-pectoris-Beschwerden bereits vorbeugend operiert wird. Alte Patienten erholen sich zwar nicht so rasch von dem schweren Eingriff wie jüngere, können aber mit dem Gefäßersatz länger leben als nicht operierte Altersgenossen mit der gleichen Krankheit.
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