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Trockenes Auge (Keratokonjunktivitis sicca)



Bei Patienten, die Trockene Augen (medizinisch: Kerakonjunktivitis sicca) haben, wird die Hornhaut nicht mehr ausreichend mit Feuchtigkeit benetzt. Ursächlich dafür ist entweder eine verminderte Tränenmenge oder eine vermehrte Verdunstung des Tränenfilms, da seine Zusammensetzung verändert ist.

Frau wendet Augentropfen an. © Thinkstock

Tränen sind der Lebenssaft der Hornhaut

Der gut ausgebildete Tränenfilm hält die Hornhaut und die Bindehaut glatt, geschmeidig und sauber. Er besteht aus drei Schichten: einer Schleimschicht, einer wässrigen Schicht und einer fetthaltigen Schicht. Durch keimtötende Substanzen schützt er das Auge vor Infektionen. Außerdem hilft die Tränenflüssigkeit, die blutgefäßfreie Hornhaut ausreichend mit Sauerstoff direkt aus der Luft zu versorgen. Wird nicht genug Tränenflüssigkeit produziert oder stimmt die Zusammensetzung der Flüssigkeit nicht, kann die Hornhaut nicht mehr ausreichend benetzt werden. Die Folge können Schäden an der Hornhaut sein.

Betroffene, Symptome und Behandlung bei Trockenen Augen

Zwar handelt es sich bei Trockenen Augen nicht um eine typische Alterserkrankung, dennoch kommen sie bei älteren Menschen generell häufiger vor. Auch Frauen, vor allem in den Wechseljahren, leiden oft an Trockenen Augen, da sich durch die Hormonumstellung im Klimakterium die Beschaffenheit des Tränenfilms verändern kann. Verschiedene Krankheiten wie Diabetes mellitus können ebenfalls die Ursache für Trockene Augen sein. Als Symptome machen sich bei der Augenerkrankung zum Beispiel Bindehautreizungen, Juckreiz, Brennen und Kratzen bemerkbar.

Um Trockene Augen zu diagnostizieren, kann der Augenarzt verschiedene Tests durchführen: Den Schirmer-Test, den Aufreißtest und die Interferometrie. Therapiert werden Trockene Augen mit künstlichen Tränen in Form von Augentropfen. Noch besser ist es jedoch, Trockenen Augen bereits vorzubeugen – zum Beispiel, indem Sie ausreichend trinken.
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