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Depressive Verstimmungen – Symptomatisch ähnliche Krankheiten
Gesicherte Diagnose Nur die Gesamtheit aller Beschwerden und Symptome, unter denen ein Patient leidet, gibt letztendlich Aufschluss darüber, welche Erkrankung tatsächlich vorliegt. Krankheiten, die bei der Diagnostik aufgrund sehr ähnlicher oder nahezu identischer Symptomkomplexe ebenfalls in Frage kommen, werden als Differenzialdiagnosen bezeichnet. Der Arzt schließt diese mittels der sogenannten Differenzialdiagnostik als Ursache aus, bevor er mit der Therapie beginnt.Eine echte Depression ist eine Erkrankung des Gemüts. Bei einer Depression werden nicht nur Stimmung und das Denken –  auch das Verhalten und die Körperfunktionen –  tiefgreifend und langfristig verändert. Zu einer echten Depression gehört, dass immer mehrere Symptome über einen längeren Zeitraum auftreten. Sie treten häufig ohne ersichtlichen Grund auf. Erich Kästner schreibt über die Depression: "Die Trauer kommt und geht ganz ohne Grund. Und man ist angefüllt mit nichts als Leere. Man ist nicht krank und auch nicht gesund. Es ist, als ob die Seele unwohl wäre..." Jeder Mensch kann irgendwann in seinem Leben einmal an einer Depression erkranken. Das hat nichts mit labiler Psyche zu tun. Politiker wie Otto von Bismarck, Winston Churchill und Wladimir Iljitsch Lenin, Schriftsteller wie Wilhelm Busch, William Shakespeare oder Johann Wolfgang von Goethe und Komponisten wie Wolfgang Amadeus Mozart, Giacomo Puccini oder Peter Iljitsch Tschaikowski säumen die Reihe prominenter selbstsicherer Persönlichkeiten, die unter Depressionen litten. Depressionen bedürfen einer fachärztlichen Behandlung. Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn: die Verstimmung längere Zeit anhält, die Intensität der Symptome zunimmt, Traurigkeit und Melancholie ohne Grund auftreten, körperliche Beschwerden auftreten (Gewichtsverlust, Kopf- und/oder Rückenschmerzen, Verdauungsstörungen etc.), Sie Medikamente einnehmen, die eine Depression begünstigen.
Gebärmutterkrebs – Symptome
Das Tückische an Gebärmutterkrebs: Im Frühstadium verursacht ein Endometriumkarzinom bei den erkrankten Frauen keine Beschwerden. Denn diese Krebsart wächst relativ langsam. Es gibt jedoch einige typische Alarmsignale, die der Körper aussendet, während sich der Gebärmutterkrebs entwickelt. Häufigstes Symptom bei Gebärmutterkrebs sind Blutungen aus der Scheide – oft auch nur Schmierblutungen oder schwarzbrauner Ausfluss. Da die meisten Betroffenen die Menopause bereits hinter sich haben, sind die Blutungen in diesen Fällen ein konkreter Hinweis, dem nachgegangen werden sollte. Bei Frauen, die noch nicht in den Wechseljahren waren, kann sich Dauer oder Stärke der Monatsblutung verändern. Diese Symptome sollten Sie hellhörig machen: Blutungen nach den Wechseljahren sehr starke Monatsblutungen oder Zwischenblutungen (nach dem 35. Lebensjahr) Schmierblutungen vor und nach der Monatsblutung (nach dem 35. Lebensjahr) blutiger oder fleischfarbener, häufig übelriechender Ausfluss außerhalb der Regelblutung Schmerzen im Unterleib scheinbar grundlose Gewichtsabnahme Zeigen sich bei Ihnen eines oder mehrere dieser Symptome, sollten Sie die Ursache dafür unbedingt vom Frauenarzt abklären lassen. Wächst der Tumor weiter an, kann er außerdem Schmerzen im Unterleib hervorrufen, die wehenartig auftreten können. Befällt er die Harnblase, drohen chronische Harnwegsinfekte, Blut im Urin oder ein Harnrückstau in die Nieren, der Rückenschmerzen verursachen kann.
HWS-Syndrom (Zervikalsyndrom) – Ursachen
Wenn Ihre Halswirbelsäulenbeschwerden durch einen kühlen Luftzug entstanden sind, dann brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen: Die Schmerzen verschwinden, wie sie gekommen sind. Anders ist es, wenn Sie unter wiederkehrenden Verspannungen leiden. Sie sollten sich Gedanken machen, wodurch Ihr Zervikalsyndrom ausgelöst wird.Ein Zervikalsyndrom (HWS-Syndrom) kann unterschiedlichste Ursachen haben. Störungen der gelenkigen Wirbelverbindungen der Halswirbelsäule, einseitige Haltung oder Bewegungen bei der Arbeit, frühere Verletzungen wie beispielsweise ein Schleudertrauma oder psychischer Stress sind häufige Auslöser der Nacken- und Schulterschmerzen. Ungünstig wirkt sich die Arbeit am Computer aus, die ohne Pausen verrichtet wird. Das Gleiche gilt für lange Autofahrten. Während eine gemischte Bürotätigkeit – beispielsweise Schreibtischarbeit mit Arbeiten am PC, Ablagen, Telefonaten, Besprechungen und Diktaten – die Wirbelsäule nicht übermäßig beansprucht, leiden Personen, deren Aufgabe darin besteht, Daten zu erfassen, ausschließlich Texte zu schreiben oder monotone Montagearbeiten zu verrichten, besonders häufig unter Schmerzen des Nackens und der Schultern. Eine Ursache ist die einseitig statische Körperhaltung. Solange der einseitigen Belastung körperliche Bewegung – beispielsweise in einer Gymnastikgruppe oder einem Sportverein – gegenübersteht, lässt sich die berufliche Beanspruchung kompensieren. Fehlt der Ausgleich, dann nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, unter Muskelverspannungen zu leiden. Ein ergonomischer Arbeitsplatz verhindert keine Schmerzen Ergonomisch heißt nicht gleichzeitig orthopädisch einwandfrei. An einem ergonomisch optimalen Arbeitsplatz sind die Arbeitsabläufe ergonomisch (arbeitswissenschaftlich) gestaltet und weitgehend standardisiert. Scheinbar unnötige Handgriffe und Bewegungen wurden so weit wie möglich ausgeschaltet. Kurzfristig steigert diese rationale Arbeitsorganisation die Effizienz. Längerfristig ist die Beschränkung auf wenige Arbeitsgänge aus orthopädischer Sicht kritisch zu beurteilen, da das Bewegungsbedürfnis des Körpers ignoriert wird. Während einzelne Muskeln überbeansprucht werden, sind andere Muskelgruppen unterfordert. Als direkte Folge entstehen schmerzhafte Verkrampfungen. Psychische Ursachen Menschen, die unter starkem beruflichem Stress stehen, sind oft sehr angespannt. Innere Verspannung – auch in Kombination mit einer einseitigen Belastung am Arbeitsplatz – kann zu Verspannungen im Rücken und vor allem im Schulterbereich führen. Auch andere psychische Belastungen wie Sorge oder Trauer können Muskelverspannungen und Rückenschmerzen auslösen. Wenn Sie wegen Ihrer Rückenschmerzen in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie mit Ihrem Arzt offen über eventuelle psychische Belastungen sprechen. Nur so kann Ihr Zervikalsyndrom (HWS-Syndrom) zielgenau therapiert und eventuelle unnötige Behandlungen vermieden werden. Weitere mögliche Ursachen Nackenverspannungen können auch durch eine falsche Kopflagerung beim Schlafen aufgrund eines ungünstigen Kopfkissens oder Matratze ausgelöst werden. Ein gutes Nackenstützkissen, das den Kopf in eine natürlichere Haltung beim Schlaf bringt, kann Abhilfe verschaffen. Allerdings gibt es keine wissenschaftlich abgesicherten Daten, die eine Überlegenheit von Spezialkissen gegenüber normalen Kissen zeigen. Auch hier gilt: Benutzen Sie das Kissen, das Ihnen am bequemsten erscheint. Ein HWS-Syndrom kann als Spätfolge von früheren Verletzungen wie beispielsweise nach einem Schleudertrauma (etwa nach einem Auffahrunfall mit dem Auto) oder Sportverletzungen auftreten. Die Beschwerden können sich erst Jahre nach dem eigentlichen Unfall einstellen.
Skoliose – Symptome, Operation und mehr
Zwischen dem 8. und 15. Lebensjahr spielt vor allem bei den Mädchen die seitliche Wirbelsäulenverkrümmung (Skoliose) eine große Rolle. Bei dieser Veränderung gerät die gesamte Wirbelsäule aus dem Lot. Der Oberkörper verkürzt sich. Wegen der die Skoliose begleitenden Rotation der Wirbelkörper und der mit den Wirbeln verbundenen Rippen, entsteht als Symptom eine Vorwölbung, die umgangssprachlich als Rippenbuckel bezeichnet wird. Die Skoliose schreitet in aller Regel nach Abschluss des Wachstums nicht weiter fort. Da die seitliche Wirbelsäulenverbiegung während des Wachstums recht gut beeinflusst werden kann, sollte sie unbedingt konsequent behandelt werden. Je nach Schwere wird eine krankengymnastische Therapie, die Versorgung eines stützenden Korsetts oder sogar eine Operation notwendig. Kann auch eine Beinlängenveränderung zur Skoliose führen? Durch eine Beinverkürzung kann eine seitliche Ausbiegung der Wirbelsäule entstehen, ohne dass dabei eine echte Skoliose vorliegt. Die Natur hat uns nur selten völlig symmetrisch angelegt. Auch unser Gesicht ist nicht regelmäßig, viele Menschen haben eine Schokoladenseite. Genauso variiert die Beinlänge, wenngleich es sich im Allgemeinen nur um wenige Millimeter bis etwa zwei Zentimeter handelt. Größere Beinlängendifferenzen sind meist Folge eines Unfalles. Durch die natürliche Beinlängendifferenz entsteht ein Schiefstand des Beckens. Dadurch verbiegt sich die Wirbelsäule in der Regel mit der konvexbogigen Seite zum verkürzten Bein hin. Im Gegensatz zur echten Skoliose lässt sich diese statische Ausbiegung jedoch durch eine erhöhte Sohle leicht ausgleichen, die Wirbelsäule steht nun wieder im Lot. Bei einer stärkeren Beinverkürzung ist ein Ausgleich sinnvoll, da Überlastungsbeschwerden der Wirbelsäule und Formveränderungen am wachsenden Skelett vermieden werden. Stellt man bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen eine Beinverkürzung fest, dann kann man den Absatz erhöhen oder eine dickere Einlage verordnen. Häufig vergehen die Beschwerden danach spontan. Der Ausgleich sollte allerdings dauernd getragen werden, um der Wirbelsäule eine häufige Umstellung zu ersparen. Kein Grund zur Sorge: Die Feststellung einer Beinverkürzung bei Ihrem Kind oder bei Ihnen selbst braucht Sie nicht zu ängstigen. Eine Krankheit im eigentlichen Sinne liegt nicht vor.
Nervosität & Unruhe – Therapie
Hinter Nervosität und Unruhe können sich Krankheiten verbergen. Wenn Entspannung und Selbstmedikation als Therapie nicht zum Erfolg führen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn neben Nervosität und Unruhe auch starke körperliche Beschwerden auftreten, beispielsweise Rückenschmerzen oder Magenschmerzen,, Nervosität und Unruhe überhand nehmen oder zusätzlich Depressionen und Angstgefühle auftreten,, es zu Funktionsstörungen einzelner Organe kommt (Herzrhythmusstörungen, ständiger Durchfall),, Sie unter Schilddrüsenfunktionsstörungen leiden oder Schilddrüsenhormone einnehmen (Nervosität und Unruhe können Anzeichen einer Schilddrüsenüberfunktion sein). Therapie mit pflanzlichen Mitteln und Beruhigungstees Ist die Diagnose sicher und die Ursache bekannt, kann man nach Rücksprache mit dem Arzt auch selbst behandeln. Zur Therapie eignen sich vor allem verschiedene pflanzliche Mittel. Diese enthalten beispielsweise Baldrian, Johanniskraut oder andere pflanzliche Wirkstoffe, die beruhigen. Die Pflanzen können auch in Form von Beruhigungstees eingenommen werden. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Gegenanzeigen Grundsätzlich kann es bei der gleichzeitigen Anwendung von mehreren Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen. Bei bestimmten Krankheiten und gesundheitlichen Störungen dürfen manche Medikamente überhaupt nicht eingenommen werden. In jedem Beipackzettel finden Sie dies unter dem Begriff Gegenanzeigen. Angaben zu den einzelnen Produkten finden Sie im Beipackzettel. Manche Mittel eignen sich nur für den kurzzeitigen Gebrauch. Tipp Nehmen Sie die Überreaktion Ihres Nervensystems ernst. Versuchen Sie, Leistungsdruck zu reduzieren. Planen Sie Entspannungsphasen im Tagesablauf ein. Mit sportlicher Aktivität können Sie Stress abbauen. Durch Entspannungstechniken und ausreichend Schlaf gewinnen Sie Ihr inneres Gleichgewicht zurück.
Kopfschmerzen – pflanzliche Mittel
Bei Kopfschmerzen können pflanzliche Mitte Linderung bringen. Lesen Sie, welche Heilpflanzen zur Behandlung von Kopfschmerzen  geeignet sind – und welche nicht. Pfefferminzöl gegen Kopfschmerzen Reines Pfefferminzöl wirkt gefäßerweiternd, entspannend und wird als kühlend empfunden, wenn Sie es auf die Schläfen reiben. Dadurch wirkt es Kopfschmerzen auf natürliche Weise entgegen. Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen, die die Wirksamkeit von Pfefferminzöl bei Kopfschmerzen bestätigen. Für Kleinkinder und Säuglinge ist das natürliche Hausmittel allerdings nicht geeignet, da asthmaähnliche Zustände auftreten können. Schulkinder und Erwachsene profitieren von der Anwendung, besonders weil keine Nebenwirkungen bekannt sind. Pestwurz gegen Kopfschmerzen Pestwurz ist ein weiteres Mittel, um Kopfschmerzen pflanzlich zu behandeln. Er wirkt auf natürliche Art krampflösend und entzündungshemmend. Dadurch ist diese Heilpflanze gegen Spannungskopfschmerzen, Nacken- und Rückenschmerzen sowie Migräne wirksam. Pestwurz kann gegen akute Kopfschmerzen, aber auch zur Prophylaxe angewendet werden. In seltenen Fällen kann es bei der Anwendung zu Magenbeschwerden und Leberfunktionsstörungen kommen.Das einzige in Deutschland erhältliche Präparat wurde allerdings 2009 vom Markt genommen, da es aus formalen Gründen keine Nachzulassung erhielt. Von einer eigenen Zubereitung aus Pestwurzelstock muss dringend abgeraten werden, da leberschädigende Stoffe (Pyrrolizidinalkaloide) im Extrakt enthalten sein können. Magnesium Manche Betroffene haben gute Erfahrungen mit Magnesium-Präparaten gemacht. Sie wirken ebenfalls Muskel entspannend und lösen in manchen Fällen dadurch den „Schmerzknoten“. Studien haben bisher jedoch allenfalls einen Hinweis auf die Wirksamkeit gezeigt, ein eindeutiger Wirknachweis steht aber weiterhin aus.Pflanzliche Wirkstoffe gegen Kopfschmerzen Magnesiumhydrogenaspartat Magnesiumoxid Minzöl Pfefferminzöl Magnesiumcitrat und Magnesiumglutamat
Symptome bei Leukämie
Die Symptome bei Leukämie sind vor allem zu Beginn der Erkrankung meist unspezifisch. Je nach Form der Leukämie können zudem unterschiedliche Symptome in unterschiedlicher Ausprägung auftreten. Symptome durch den Mangel an Blutkörperchen Da die krankhaft veränderten Vorläufer der weißen Blutkörperchen normale Zellen im Knochenmark verdrängen, können daraus meist nicht mehr genug rote und weiße Blutkörperchen sowie Blutplättchen gebildet werden. Bei einem Mangel an roten Blutkörperchen (Erythrozyten) wird zu wenig Sauerstoff im Blut transportiert. Es kommt zu einer Anämie, einer Blutarmut. Die Betroffenen sind müde und schwach. Bei einer ausgeprägten Anämie tritt auch Luftnot bei Belastung oder gar in Ruhephasen auf. Werden nicht genug Blutplättchen (Thrombozyten) gebildet, ist die Blutgerinnung gestört. Symptome sind dann häufig auftretende blaue Flecken oder vermehrtes Zahnfleisch- oder Nasenbluten. Sinkt die Thrombozytenzahl im Blut sehr stark ab, kann es zu gefährlichen inneren Blutungen kommen. Die Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) im Blut ist bei Leukämiepatienten stark erhöht. Ein Großteil der Leukozyten ist jedoch nicht ausgereift und deshalb auch nicht leistungsfähig. Bei zu wenigen gesunden weißen Blutkörperchen ist die Anfälligkeit für Infekte erhöht, da sie eine wichtige Rolle im Immunsystem spielen. Dann treten beispielsweise immer wieder Atemwegsinfektionen auf, die lange nicht abheilen. Weitere Symptome Bei einer lymphatischen Leukämie ist eine bestimmte Art der Leukozyten entartet: die Lymphozyten. Eine Vermehrung der kranken Lymphozyten kann dazu führen, dass die Organe des lymphatischen Systems, also die Lymphknoten, die Milz aber auch die Leber anschwellen. Weitere Symptome, die auftreten können, sind Schwindel, Nachtschweiß und Rückenschmerzen oder Kopfschmerzen und Fieber.
Akuter Schiefhals – Ursachen, Hilfe, Ratgeber
Der akute Schiefhals (Torticollis acutus) ist der Hexenschuss der Halswirbelsäule. Meistens kommt er ohne Vorwarnung aus heiterem Himmel. Sie wollen morgens aufstehen, heben den Kopf vom Kopfkissen, und im gleichen Moment können Sie Ihren Nacken nicht mehr bewegen. Wer dies schon einmal erlebt hat, kennt die Symptome und weiß, wie stechend die Schmerzen und die Blockade sein können. Beim akuten Schiefhals ist der Kopf nach rechts oder links gedreht. Wenn Sie in den Spiegel schauen, wirkt die ganze Haltung schief. Wie entsteht der Schmerz beim akuten Schiefhals? Die Halswirbelsäule ist sehr gut beweglich. Der Kopf lässt sich bei gesunden Menschen fast bis zum rechten Winkel drehen. Tagsüber werden die Bewegungen kontrolliert ausgeführt. Im Schlaf, wenn die Muskulatur weitgehend entspannt ist, kann der Bewegungsumfang der Halswirbelsäule aber unwillkürlich überschritten werden, ohne dass man dabei aufwacht. Als Reaktion darauf verkrampft sich die Muskulatur in dieser Region. Das kann zu erheblichen Nackenschmerzen führen, die manchmal bis in den Rückenbereich ausstrahlen. Auch ausgedehnte Rückenschmerzen können die Folge sein. Zahlreiche Auslöser für den akuten Schiefhals Auslöser für den akuten Schiefhals gibt es viele: Neben der schon genannten schlechten Lagerung im Schlaf können auch Zug und Kälte, Überbeanspruchung, allgemeine Haltungsfehler oder eine schlechte Ergonomie am Arbeitsplatz den akuten Schiefhals hervorrufen. Bei Überlastung wird ein Signal an die Muskulatur gegeben, die sich dann zusammenzieht, um die Gelenke zu schützen. Die Halswirbelsäule ist nun blockiert. Manchmal kann der Torticollis acutus auch bei einer ruckartigen Bewegung entstehen. Nicht übersehen werden sollten akute Halsinfektionen, besonders bei kleinen Kindern, die sich als akuter Schiefhals präsentieren können. Erfreulicherweise bedarf der akute Schiefhals normalerweise keiner speziellen Therapie. Ruhe und Geduld sind die wichtigsten Bausteine für die Selbsthilfe.
Hilfsangebote für Pflegende Angehörige
Mittlerweile gibt es verschiedene Entlastungsangebote für Angehörige von Pflegebedürftigen. Dazu gehören: angeleitete Gesprächsgruppen, Pflegekurse für pflegende Angehörige, Beratungsstellen und Beratungstelefone, Selbsthilfegruppen, Betreuungsgruppen, Urlaubspflege-Angebote, Kurzzeit- oder Tagespflege, Besuchsdienste und Urlaubsfahrten für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen In den Pflegekursen wird einerseits Wissen über Krankheiten vermittelt. Das verbessert das Verständnis für die speziellen Probleme. Frustrationen aus Unwissenheit können so verhindert werden. Andererseits wird krankheitsspezifische Pflege gelehrt, sodass Beschwerden beim Pflegenden (zum Beispiel Rückenschmerzen) und Probleme beim Pflegebedürftigen (zum Beispiel Wundliegen) vermieden werden können. Neben der umfassenden Information bietet sich die Gelegenheit, mit anderen Betroffenen Erfahrungen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Hilfsangebote zu selten genutzt Studienergebnisse zeigen, dass Hilfsangebote von außen von pflegenden Angehörigen nur selten in Anspruch genommen werden. Sie wissen meist zu wenig darüber. Oft bestehen auch Hemmungen, Unterstützung einzufordern. Weiterhin spielen zeitliche Einschränkungen und die Erreichbarkeit der Pflegekurse eine Rolle. Die Beratungsstellen möchten Angehörige deshalb bestärken, rechtzeitig Hilfen und Entlastung in Anspruch zu nehmen, damit sie nicht selbst erkranken. Langfristig kann häusliche Pflege nur gelingen, wenn pflegende Angehörige auch gut für sich selbst sorgen. Kurse für pflegende Angehörige werden zu unterschiedlichen Themen von vielen verschiedenen Organisationen angeboten. Sie sind in der Regel kostenlos. Um einen Kurs in Ihrer Nähe zu finden, gibt es mehrere Möglichkeiten, sich zu informieren: bei Akademien geriatrischer Zentren, beim Sozialdienst des Krankenhauses, in dem Ihr Angehöriger versorgt wird, bei Ihrer Krankenkasse, bei der Krankenkasse des Pflegebedürftigen, bei den Johannitern, dem Roten Kreuz, den Maltesern bei PflegestützpunktenWir haben wichtige Adressen für Sie zusammengestellt.
Rheuma – Symptome, Behandlung und mehr
Viele Menschen leiden unter Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen – auch Rheuma genannt. Der Begriff Rheuma wird oft falsch verwendet und mit rheumatoider Arthritis gleichgesetzt. Rheuma ist jedoch ein Sammelbegriff. Er bezeichnet alle Erkrankungen des Bewegungsapparats außer Verletzungen und Krebs. Nicht nur die Gelenke, auch das Bindegewebe und die Muskeln können erkranken. Mittlerweile sind zirka 450 verschiedene rheumatoide Erkrankungen bekannt. Die Krankheitsbilder werden in vier Gruppen unterteilt: Arthrose, Arthritis, Gicht und Weichteilrheumatismus.Der Begriff Rheuma stammt aus dem Griechischen und bedeutet: reißen oder fließen. Gemeint sind die reißenden, fließenden Muskel- und Gelenkschmerzen, die durch Rheuma verursacht werden. Ursachen für Rheuma Die Ursachen für Muskel- und Gelenkschmerzen sind vielfältig. Während bei Arthritis und Weichteilrheumatismus meist Infektionen oder Autoimmunreaktionen die Auslöser der Schmerzen sind, wird Arthrose durch Abnutzungen im Alter und bei starker Beanspruchung hervorgerufen. Bei Gicht sind Ablagerungen in den Gelenken für die Schmerzen und Verformungen verantwortlich.Darüber hinaus spielen bei Muskelschmerzen oft Verspannungen eine Rolle. Besonders Rückenschmerzen werden häufig von Verspannungen der Muskulatur ausgelöst. Diese entstehen durch Fehlhaltungen, zu starke Belastung, Übergewicht, Bewegungsmangel, psychische Belastungen oder zu schwache Bauch- und Rückenmuskeln. Therapie bei Rheuma Die Therapiemöglichkeiten bei Muskel- und Gelenkschmerzen sind so vielfältig, wie die Ursachen. Um Schmerzen zu lindern, werden beispielsweise Schmerzmittel oder durchblutungsfördernde, wärmende Einreibungen eingesetzt. Auch Wärmetherapien – mit Fangopackungen oder Rheumabädern – können die Schmerzen bei Rheuma lindern. Elektrotherapien und Massagen sowie pflanzliche Mittel eignen sich ebenfalls zur Therapie von rheumatischen Erkrankungen. Bevor mit einer Therapie begonnen werden kann, sollte jedoch ein Arzt die Diagnose stellen. Denn bei akuten Entzündungen können Wärmetherapien beispielsweise die Schmerzen noch verstärken, dann ist eine Kältetherapie sinnvoll.