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Die Sucht nach Medikamenten

Viele alte Menschen sind betroffen



Viele ältere Patienten suchen einen Arzt auf, weil sie unter Schlafstörungen, Verdauungsproblemen, Ängsten, Verspannungen und anderen Symptomen leiden, die häufig in erster Linie Folge und Ausdruck psychischer Probleme sind.

Frau nimmt Tabletten. © Thinkstock
Häufig verschriebene Medikamente mit Suchtpotential sind:
  • Beruhigungs- oder Schlafmittel
    Über 65-Jährige machen zirka ein Sechstel der Bevölkerung aus, erhalten aber fast die Hälfte aller verschriebenen Beruhigungs- und Schlafmittel.
  • Antidepressiva
    Antidepressiva haben durchaus eine Berechtigung in der Therapie einer Depression. Die Verschreibung speziell bei älteren Menschen sollte aber Fachärzten vorbehalten bleiben, die Erfahrung mit diesen Medikamenten und ihrem Einsatz in der Geriatrie haben.
  • Neuroleptika
    Neuroleptika haben einen dämpfenden und ausgleichenden Effekt auf die Psyche. Dies wirkt entlastend bei Menschen, die sich psychisch unter Druck fühlen, birgt dadurch aber ein hohes Suchtpotential.

Anstelle von Medikamenten: Leute treffen, sich körperlich und geistig betätigen

Medikamente sind nicht immer unbedingt notwendig. Häufig wäre älteren Menschen schon erheblich geholfen, wenn sie öfter die Wohnung verlassen, andere Leute treffen, sich körperlich und geistig mehr betätigen würden. In Fällen, in denen dies ohne Hilfe von außen nicht möglich ist, sollte zum Beispiel eine Psychotherapie in Erwägung gezogen werden. Diese Maßnahme wird auffällig selten bei Menschen jenseits des sechsten Lebensjahrzehnts eingesetzt.

Weitere Informationen zur Medikamentensucht finden Sie hier.
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